Angehörigenarbeit

Angehörigenarbeit

Angehörigenarbeit ist ein wichtiger Ansatz zum Umgang mit psychischen Erkrankungen. Sie haben meist berechtigte Ängste, haben das Vertrauen verloren und haben Schwierigkeiten eigene Gefühle wahrzunehmen. Oft besteht eine Co-Abhängigkeit.

Definition der Co-Abhängigkeit:

Menschen, die durch ihr meist unbeabsichtigtes und unreflektiertes Verhalten den ungünstigen psychischen Verlauf der Betroffenen aufrechterhalten. Besonders die Verantwortungsübernahme ist großes Thema. Ich erörtere Maßnahmen, Verhaltensregeln und günstige Gedanken und Gefühle.

Bio-psycho-soziales Modell:

Gilt als Grundlage zum Verstehen von psychischen Erkrankungen. Das soziale Umfeld wird in die Behandlung mit einbezogen.

Anzeichen einer Co-Abhängigkeit:

  • Verantwortung für den Angehörigen übernehmen
  • Ihm/ihr Belastungen abnehmen
  • das Verhalten entschuldigen oder rechtfertigen
  • das Verhalten kontrollieren
  • Angst vor Verlust des Partners/der Partnerin
  • Vernachlässigung der eigenen Interesse
  • Stimmungsschwankungen zwischen Hoffnung und Enttäuschung

Umgang:

Entgegnen Sie ihren Partner nicht mit einer kompromisslosen Härte. Ein „nicht Helfen“ würde nur unterdrückte   Aggressionen ausdrücken.

Denken Sie an sich selbst und stecken Sie sich eigene Ziele. Seien Sie emphatisch und verständnisvoll. Vermeiden Sie Argumentationen und Ratschläge. Nehmen Sie Verbalattacken nicht persönlich. Äußern Sie Besorgnis im Gegensatz zu Diskussion.  Setzen Sie ihn nicht unter Druck setzen. Nehmen Sie ihren Partner ernst. Er/Sie kann und wird sein Verhalten ändern.

Einige hilfreiche Gedanken:

  • Ich habe das Recht, an mich zu denken
  • Ich darf mich wohl fühlen
  • Zeit für mich nehmen darf ich
  • Man darf eigene Bedürfnisse fühlen
  • Ich lasse mich nicht verletzen
  • Ich darf mir bei Entscheidungen Zeit lassen
  • Man darf auch Fehler machen
  • So wie ich bin in Ordnung

Bei weiteren Fragen können Sie mich gerne kontaktieren.

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