Sucht

Sucht -Alkohol

sucht

Sucht ist eine psychische Krankheit und keine Willensschwäche.

Der Übergang vom Genuss, zur Gewöhnung,, zum Missbrauch und zur Abhängigkeit ist fließend.

Es treffen biologische Faktoren, Persönlichkeitsfaktoren, soziale Faktoren und Konsummittelfaktoren zusammen. Wir sprechen also von einem Bio-psycho-sozialen Modell.
Die WHO- Definition (Handbuch Alkohol-Österreich, 2009, Uhl ebd. S. 72) Der Begriff „Alkoholismus“ bezeichnet eine Art des Trinkens, die in ihrem Ausmaß über die traditionelle und gebräuchliche Ernährungsform oder die gesellschaftlichen Trinksitten der entsprechenden Gemeinschaft hinausgeht ohne Rücksicht auf ätiologische Faktoren, die zu einem solchen Verhalten führen, und ungeachtet des Ausmaßes, in dem derartige Faktoren von Vererbung und Konstitution oder neu entwickelten physiopathologischen und stoffwechselbedingten Einflüssen abhängen.
In ihrer Definition der Sucht und Abhängigkeit, orientiert sich die personzentrierte Krankheitstheorie an der Definition der Internationalen Klassifikation der Erkrankungen, ICD-10.
F10.2 Abhängigkeitssyndrom beschreibt eine Gruppe von Verhaltens-, kognitiven und körperlichen Phänomenen, die sich nach wiederholtem Substanzgebrauch entwickeln. Typischerweise besteht ein starker Wunsch, die Substanz einzunehmen, ferner bestehen Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren, und anhaltender Substanzgebrauch trotz schädlicher Folgen. Dem Substanzgebrauch wird Vorrang vor anderen Aktivitäten und Verpflichtungen gegeben. Es entwickelt sich eine Toleranzerhöhung und manchmal ein körperliches Entzugssyndrom.

https://www.icd-code.de/icd/code/F10.2.html

Zur Theorie der Abhängigkeitserkrankungen hat Wilhelm Feuerlein, Psychiater und Suchtforscher in seinem Buch „Alkoholismus: Warnsignale, Vorbeugung und Therapie“ vier Phasen der Behandlung von Suchtkranken entwickelt. Es sind die Kontaktphase, der Entzug, die Entwöhnung und die Rehabilitationsphase.

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